• Letzte Änderung:    25 Mai 2017

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Dolly Hüther

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Dolly ess dei Supp - Details

Zum Buch

„Dolly ess dei Supp", das erfolgreiche Debüt der Autorin Dolly Hüther, erscheint mit dieser Ausgabe bereits in der 2. Auflage. Es handelt sich nicht um Dialektliteratur oder ein Kinderbuch, sondern um unterschiedlichste Textformen, in denen Erlebnisse und Erfahrungen der Autorin pointiert und kunstvoll zelebriert werden. Dabei schaut sie den Leuten auf den Mund und erzählt amüsiert, ärgerlich und engagiert zugleich. Reales und Fiktives werden vermischt, im Zentrum aber steht das eigene Leben, unangepasst und vital.

Conte Verlag € 13,90
ISBN 3-936950-00-8

Rezensionen

 


 

Rezension von Reinhard Klimmt

Der "Herr", der Dolly den Rat gab, die Suppe nicht kalt werden zu lassen und damit auch dem Buch den Titel gab, ahnte nicht, dass Dolly Hüther durch nichts, aber auch durch gar nichts am Reden zu hindern ist und – wie wir ebenfalls gelernt haben – auch nicht am Schreiben.

Jetzt ist IHR erstes richtiges Buch erschienen. Und sie bietet die gesamte Palette: Anekdoten, Geschichtchen, Reflexionen, Belehrungen, Gedichte, Gespräche, die – wie es bei Dolly nunmal ist, es sei denn, sie frage hinterhältig – zu Ansprachen werden.

Sie redet von sich in der ersten oder auch dritten Person, und jedes Mal spiegeln die Texte ihre Persönlichkeit.  Wörter, Sätze wie Stromschnellen und Wasserfälle (ein stilles Wasser ist sie nicht), direkt, gerade heraus, manchmal auch nervend. Person und Produkt stimmen überein.

Attitüden und Attribute haben es ihr angetan, sie streichelt sie mit ihren Worten oder spießt sie auf. Auf der guten Seite stehen: feministisch, politisch, kritisch, listig, respektlos, hellhörig, wütend, energisch, emanzipiert...

Man erfährt einiges durch dieses extrovertierte Buch: über das Innenleben von Dolly, über das Innenleben der AsF, der SPD, der SaarländerInnen, über die Emanzipation und das Selbstbewußtsein von Frauen, über den Kampf der Vernunft mit dem Unverstand – manchmal auch mit sich selbst. Und wenn MANN’s ganz gelesen hat, glaubt er gerne: der liebe Gott ist schwarz und eine Frau.


Rezension von Roland Bernd

(erschienen in Euro SAAR, "Das Magazin für Wirtschaft, Kultur und Zeitgeist" Heft 1/2003)

DOLLY HÜTHER: Dolly ess dei Supp.

Der Titel klingt nach Kindheitserinnerungen und wohlmeinenden Ermahnungen: Nun, Erinnerungen hat Dolly Hüther wahrlich aufgeschrieben, freilich keine nett-harmlosen Kindheitserlebnisse! Und jener Herr, der Dolly ermahnte, doch bitteschön ihre Suppe aufzuessen, wollte dies sicher als Ermahnung verstanden wissen. Ob es eine wohlmeinende war, darf nach der Lektüre der Geschichte, die sich hinter dem Titel verbirgt, durchaus bezweifelt werden. Ein Kind war Dolly Hüther zum Zeitpunkt dieser Ermahnung auch nicht mehr, sondern eine erwachsene Frau mit lustvol! bekennendem feministischem Ansatz.

Diesen stets im Hinterkopf behaltend, erzählt sie fiktional Anekdoten, Glossen und Beobachtungen über Alltägliches, packt vor Leserinnen und Lesern höchst Amüsantes von fast überallher aus. Ganz "normale" Situationen spießt sie auf, sie macht aufmerksam, sie fragt nach - wenn's sein muss, auch gerne mehrmals! Damit nervt sie bisweilen - man darf vermuten, dies ist ihr sogar recht, und durch nichts ist sie mundtot zu machen, schon gar nicht durch eine erkaltende Suppe. In zahlreichen Lesungen hat sie sich damit einen guten Namen gemacht, zum Beispiel im Rahmen der Internationalen Frauentags 2002 und 2003. Es ist aber nicht immer nur lustig, was Dolly Hüther da aufgeschrieben hat: Sie gibt auch reichlich Denkanstöße - mit teilweise sehr ernsten Hintergründen, ganz nach der Devise: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht". Herzhaft-herzliches Lachen und nachdrückliche Denkanstöße, beides fließt in dieses höchst autobiographische Buch ein, das wohltuend erkennbar das Resultat stets offener Augen und Ohren seiner Autorin ist.

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